Sichere Wege verlassen

Läufst Du mittlerweile auf dem breitgetrampelten Weg Deines Lebens und blickst hin und wieder auf die Trails, die von ihm abzweigen, aber gehst sie nicht? In diesem Beitrag schreibe ich über den Vortrag „Emotional Eating“, alte Gewohnheiten durchbrechen und über die individuelle Gestaltung unserer Lebenszeit.

IMG_20171027_182830065.jpgDurch Zufall bin ich auf den Vortrag „Emotional Eating – Wenn wir mehr essen als unser Körper braucht“ von Danny Fuchs gestoßen und habe mich direkt angemeldet, da mich dieses Thema beschäftigt. Klar, ein Großteil der Menschen wird aus Stress oder anderen Gefühlen heraus zum Essen greifen. Bei den einen hat es kleine Auswirkungen, bei den anderen Große. Da meine Nahrungszufuhr langfristig definitiv über meinen Verbrauch hinaus ging/geht und alle eingefallenen Strategien von mir selber wieder zunichte gemacht wurden, brauchte ich Impulse von außen. Ich habe mich bereits sehr viel mit Achtsamkeit und Bedürfnisorientiertheit beschäftigt, zuletzt auch wieder sehr viele tolle, motivierende Videos unterschiedlicher Sprecher gesehen. Es war klasse, dieses Wissen auch in diesem Vortrag wiederzufinden.

Der Vortrag von Danny Fuchs war klar strukturiert und vermittelte viele Informationen. Angefangen bei dem Thema Gewohnheit, warum Essen in bestimmten Situationen überhaupt zur Gewohnheit wird, über zu mögliche Triggern (Gefühle, Orte, Menschen, Ereignisse). Stichwort Konditionierung. Gewohnheiten laufen unbewusst ab und diese zu durchbrechen, das dürfte jeder kennen, ist äußerst schwierig. Hierfür hat Danny einen Ansatz dargestellt, der nichts mit Verdrängen zu hat (z.B. Süßigkeiten nicht mehr kaufen), sondern sich selber, seinen Gewohnheiten, seinem Handeln wieder bewusster zu werden -> Achtsamkeit! Alte Muster durchbrechen lautet das Motto. Liest sich einfacher als es ist. Wenn man es also schafft, sein bisheriges Verhalten zu stoppen, dann hat man die Möglichkeit, das Bisherige mit einem neuen Verhalten zu ersetzen und zu festigen.

Um meinen Willen zu unterstützen wird an meinem Kühlschrank nun ein großes Stopp-Schild kleben. Es soll mich ganz kurz wachrütteln und mir die Chance geben zu denken. Und dann kommt die Alternative oder besser gesagt, die Befriedigung des wahren Bedürfnisses.

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Und weil wir nicht nur beim Essen von Gewohnheiten gesteuert sind und ich mir zuletzt schon des Öfteren darüber Gedanken gemacht habe, möchte ich das Thema noch weiter ausführen. Ich spreche nun vom „wir“, auch wenn es den einen oder anderen eventuell nicht betrifft.

Wir bleiben auf unseren alten, bekannten Wegen. Wie oft verlassen wir sie? Wie oft probieren wir wirklich etwas Neues aus? Wir sind festgefahren in unserem Handeln und denken immer weniger nach. Es gibt auch immer weniger Gründe nachzudenken. Wir suchen uns vorgeschlagene Routen, anstatt selber zu planen oder spontane Wege zu gehen. Wir lieben unsere Komfortzone, denn sie gibt uns Sicherheit und wir müssen weniger denken. Aber entwickeln wir uns hier weiter? Müssen wir unsere geliebte Komfortzone nicht verlassen, zu neuen Ufern aufbrechen, damit wir weiterkommen? Sie hält uns mit Eisenketten fest und wir müssen lernen diese zu sprengen und uns selber immer wieder neue Impulsen auszusetzen. Wie oft wollten wir schon etwas in unserem Alltag ändern und machen es aber nicht. Wie oft höre ich: „Ich würde gerne mehr blabliblub machen oder öfter dieses oder jenes“. DANN MACH ES DOCH!

Punkt 1: Es ist Dein Leben und Du triffst die Entscheidungen
Punkt 2: Glaub an Deine Träume und Ziele
Punkt 3: Das Wort „aber“ solltest Du aus deinem Wortschatz streichen
Punkt 4: Nichts geht sofort, allerdings kann man täglich darauf hinarbeiten

Jeder gestaltet sich mithilfe seiner Gedanken, Vorstellungen, Werten, Zielen und Träumen seine eigene individuelle Welt. Man kann einen Fisch nicht mit einem Pferd vergleichen. Hör auf, Dich mit anderen zu vergleichen. Vergleiche Dich mit Dir selber. Frage Dich selber: „Bin ich so, wie ICH sein will? Wo will ICH noch hin? Und wie werde ich dorthin kommen?“

„Jeder ist ein Genie! Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“
 – Albert Einstein 

Ich denke gerade an das absolut passende Lied „Sowieso“ von Mark Forster. Es geht immer weiter. Wir können negativ oder positiv über unsere Zukunft denken. Da wir unser Umfeld unbewusst beeinflussen, ist es absolut sinnvoll positiv zu sein. Probiere es aus! Manchmal brauchen wir einfach einen total banalen Input, um wieder wachgerüttelt zu werden.

Danny Fuchs hatte eine wirklich grandiose Aktion einfließen lassen. Wir bekamen Maßbänder und trennten die bisherigen Lebensjahre und ab der statistischen Lebenswahrscheinlichkeit (Frau 84 Jahre, Mann 79 Jahre) ab. Wir hielten nun also unsere theoretischen zukünftigen Lebensjahre in den Händen. Das ist sehr anschaulich. Als Vergleich kann man seine bisherigen Jahre darunterlegen. Und? Was willst Du mit Deinen übrigen Jahren anfangen?

Kehre in Dich und stelle Dir die Frage:
„Bin ich momentan von tief innen heraus glücklich?“

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Du hast Ideen/Vorhaben/Träume bei denen andere mit dem Kopf schütteln? Vielleicht sogar sagen, dass Du das nicht kannst? Du selber erfindest ganz viele „Aber“? Ich frage Dich, woher wollen sie oder Du das wissen? Woher willst Du wissen, ob Du es kannst oder nicht kannst, wenn Du es doch gar nicht probiert hast? Wie oft sind wir als Kinder hingefallen bis wir Laufen konnten? Hab keine Angst vor Fehlern. Jeder macht Fehler und aus Fehlern lernt man tatsächlich. Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen und alles ist ein Prozess. Gib Dir die Zeit und reflektiere selber. Ändere Entscheidungen, wenn es nötig wird.

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John Strelecky

Verlass Deine Komfortzone! Lass Ängste hinter Dir und wage Neues!

Renn neue anstatt ausgetrampelte Wege. Koch mal was vollkommen anderes. Verändere Deinen Alltag. Sammle Impulse. Hör auf Deine Bedürfnisse. Besuch neue Orte. Mach Dein Leben spannend. Fall hin und steh wieder auf. Schalt Deinen Kopf an und mach Dir Dein Handeln bewusst. Bewusst leben. Bewusst essen. Bewusst laufen. Bewusst Gesellschaft genießen. Geh offline. Und Atme.

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John Strelecky

 

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