Trailrun – much fun – Equipmenttest

2017_1101_114448_001.jpgMit dem Blick auf den Kinitrail habe ich meinen heutigen Tag für einen Equipmenttest und einen abenteuerlichen Trailrun genutzt.

 

Ich hatte im Kopf, dass die Sonne scheinen sollte. Am Parkplatz angekommen regnete es. Grandios 😉 Meine Ausrüstung war heute für den Kinitrail ausgelegt, img_20171101_091229426-825770138.jpgda ich sehen wollte, ob mein Plan so ungefähr aufgehen würde. Mein Handy schmiert bei den kühleren Temperaturen quasi sofort ab, sodass ich es als Streckenfinder oder Fotoapparat nicht würde nutzen können. (Beim Kinitrail – ein Genusslauf – ist die Strecke nicht ausgeschildert) Gut, dass es eine Actioncam und ein GPS-Gerät in meinem Haushalt gibt. Aber ob deren Akku halten würde? Natürlich kann man sich auch die Frage stellen, ob deren Mitnahme denn nun wirklich nötig ist. Und ich sage – JA, für mich schon. Mit einer vorhandenen Zusatztasche habe ich die Cam und mit einer extra Rucksackmontage das GPS an meinen Rucksack „geklebt“. Das GPS habe ich zusätzlich mit einem Gummiband wackelstabiler fixiert. Zudem habe ich noch Gels getestet und natürlich die Icebugs.

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Nach dem Aufstehen musste ich leider feststellen, dass mein rechter Oberschenkel vom Longboarden sehr angeschlagen war. Augen zu und durch, denn ich wollte unbedingt heute laufen. Daheim habe ich mir eine Strecke zusammengebastelt, aufs GPS gezogen und los ging´s.  screenshot_20171101-1441511796680929.png

Lange Vorrede – jetzt geht es auf die Strecke:

NOVATEK CAMERA

Gestartet bin ich am Schwimmbad in Blaustein und kurz nach dem ersten Kilometer ging es schon in den Wald den Berg hinauf. Meine zusätzlich Ausrüstung saß ohne zu wackeln – perfekt! Auf das GPS konnte ich sogar schauen, ohne es wegmachen zu müssen. Lange blieb ich nicht auf dem Berg, dann ging es schon richtig steil bergab. Durch das Laub und dem Regen war der Weg technisch wirklich sehr anspruchsvoll. Entweder hatte man einen sehr schlammrutschigen Weg oder das Laub ließ ihn zu einer Überraschungskiste werden, da man weder Steine noch Äste sah. Diese Herausforderung sollte mich heute auf sehr vielen Kilometern begleiten und ließ den Run zu einem Abenteuer werden. Hier hieß es dann für mich, Kopf ausschalten und einfach machen. Runterraßen war zumeist heute also nicht drinnen – vielleicht mit einem MTB – Downhillhelm. 😀

Nach einer dann längeren angenehmen Passage kam ich auf einen sehr schönen Singletrail, der sich den Berg zum Zuckerhut hochschlängelt. Von dort ging es wieder runter, noch ein sehr schöner welliger Singletrail, der am Ende einen steilen Endteil hat. Auf diesem hat es mich dann noch hingelegt, sprungfederartig stand ich schon wieder und mit dem Schwung ging es einfach weiter runter. Am Ende hat mich ein Wasserloch gebremst. Ich musste kurz Inne halten und lachen 😀 .Weiter folgte ich dem Weg durch das Kieseltal Richtung Bollingen. Ach ja, hier irgendwo hat der leichte Regen aufgehört. 😉 Nun ging es Richtung Westen zum Lautertal. In diesem Waldabschnitt hatte ich Wege rausgesucht, die nicht mehr existierten. Dementsprechend wäre eine Machete von Vorteil gewesen, um überhaupt wieder auf einen größeren Weg zu kommen. Kurz vor Bermaringen bog ich dann zum Lautertal ab. Einen kurzen Moment durfte ich wenige Sonnenstrahlen genießen. 🙂

Das Laub erschwerte teilweise das Finden der Strecke und auf einer Bergabpassage habe ich es dann doch noch geschafft einen großen Stein wegzukicken, ins Trudeln zu kommen und dann mit dem anderen Fuß an etwas anderem hängen zu bleiben. Ich sah mich schon in der Flugrolle, konnte mich aber doch noch fangen. Mit den verdeckten, großen Steinen hätte es sehr schmerzhaft werden können. Ich blieb dann im Wald bis nach Herrlingen. Hier traf ich die Entscheidung, den eingeplanten Schlenker nicht mehr zu laufen, sondern direkt zum Auto. Mein Wasser war leer, meine Verpflegung ebenfalls (wovon ich zum ersten Mal zu wenig dabei hatte), ich fühlte mich matt, mein eh schon strapazierter Oberschenkel schrie auch nicht „Juhu“ und bis zum Auto würde ich über 25km auf dem Tacho haben. Die Strecke war wirklich sehr anspruchsvoll für mich bislang hauptsächliche Teerläuferin und glücklich war ich sowieso schon. Am Auto rekapitulierte ich nochmal, was ich geiles gelaufen bin, welche Erfahrungen ich sammeln konnte und was ich für eine grandiose Natur genießen konnte.2017_1101_130903_006-012144743686.jpeg

Und noch ein paar Nebeninfos:

Der Akku der Actioncam hat locker gehalten. Das GPS hat ebenfalls seine Dienste geleistet. Beim Kini sollte ich die Ersatzbatterien nicht vergessen, denn die komplette Strecke wird es nicht reichen. Meine Befestigungen waren sehr gut, nichts wackelte oder machte den Anschein verloren zu gehen. Die getesteten Gels waren lecker und von den Schuhen konnte ich mir einen sehr guten Eindruck verschaffen. Mit Fives hätte ich heute ganz sicher nicht laufen wollen – Grip und Schutz der Füße wäre um einiges weniger gewesen.

Die Strecke war der absolute Hammer. Hier und da kann man gewiss noch feilen, um sie noch attraktiver zu machen. Hier meine Strecke, nachträglich ein bisschen angepasst, sodass Du keine Machete brauchst 😉 :

(klick aufs Bild zum Öffnen des Links)OA_Kiesel_Lautertal.png

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