Auferstanden aus dem Nebelsumpf

IMG_20171117_153331815Die erste Woche nach dem KiniTrail. Pause, bzw. easy going ist vorerst angesagt. Das Wetter scheint diese Meinung zu teilen, denn es ist alles andere als motivierend. Ich mag Ulm und seine Umgebung wirklich sehr. Allerdings nicht in den Übergangszeiten, in denen der Himmel von Nebel beherrscht wird, es sehr feucht und auch kalt ist. Ein Zustand, der bis in die Knochen geht.

In der ersten Woche nach dem 55km-Lauf habe ich wirklich entspannt. Bei dem grauen Himmel kann ich mich sehr schwer motivieren und eine Pause war nun eh angebracht. Ein Freund bezeichnet diesen Gemütszustand gerne als „Zombiemodus“. Recht hat er.  Gut, dass es auch feste Sporttermine gibt, denn so bin ich Mittwoch beim Lauftreff mitgelaufen. Donnerstag habe ich mich dann für eine Radeltour motiviert.

IMG_20171116_155015442.jpgIch peste über die Waldwege, genoss die frische Luft. Daheim wieder angekommen wollte mich der gemein berüchtigte Schweinehund am Schwimmen hindern. Mir war eh schon kalt und die Vorstellung, ins kalte Wasser zu springen behagte mir nicht. Ich besiegte ihn und fuhr los. Trainierte auf einer vorerst sehr vollen Bahn, die sich immer weiter leerte, bis ich schließlich allein war. Meine Beinarbeit entwickelt sich nun zu etwas Brauchbaren.

Freitag bin ich trotz Grauheit und Eis-Niesel eine kurze Strecke auf schönen, ebenen, matschigen Trails gelaufen. Mit nur zwei Läufchen und ein bisschen Radeln, konnte sich diese Pause wirklich sehen lassen 😀

Ich nahm mir nicht nur sportlich gesehen eine Auszeit, sondern auch geistig. Ließ mich  von tollen, motivierenden, informativen Podcast beschallen, sammelte Ideen und Möglichkeiten. An Produktivität hat es nicht gefehlt. Sie sah einfach nur anders aus.

IMG_20171122_093959654Dann, endlich (KW 47), kam auch wieder ein bisschen besseres Wetter und sogar richtig die Sonne. Die Kiddies und ich waren sehr viel draußen unterwegs. Am Mittwoch läutete ich mein Training wieder ein und das in besonderer Form. Wir testeten aus, dass ich mit Babyjogger renne und der Große mit dem Fahrrad fährt. Sehr abenteuerlich. So haben wir 5km mit mehreren Stopps (Spruch des Großen: “ Ich glaube wir machen jetzt lieber eine Pause“ 😀 ) bei schönstem Wetter hinter uns gebracht.

Freitag war ein Hardcore-Tag. Erst ein schnellerer Lauf an der Donau, auch mit Wiese und Trail. Im Anschluss Schwimmen. Ich lies Pullbuoy und Paddles direkt zuhause. Zwang mich also selber, alles ohne Hilfsmittel zu schwimmen. Und siehe da, auf einmal sind 400m am Stück kein Problem. Insgesamt war ich 1,5km im Wasser. #einfachmachen #keineAngstvorneuenHerausforderungen

Am Abend nahm ich bei einem Krafttraining teil, von welchem ich noch lange Muskelkater haben sollte. In dieser Nacht habe ich wirklich sehr gut geschlafen 😉

Samstag gab es dann den Wetterumschwung. Es regnete und regnete. Ich habe einfach so lange gearbeitet, bis es aufgehört hat. Machte meinen Rucksack startklar, zog die Fives an, ein kurzes Stück Auto fahren und dann ging es los. Ich wollte einen für mich neuen Wald durchlaufen und gemütlich viel Strecke machen.

Bislang dachte ich, dass mir Hörbuch beim Laufen zu langweilig wäre. Aber nein, das war super. Ich konnte zwei meiner Lieblingsbeschäftigungen gleichzeitig machen. (Es sei dazu gesagt, dass ich Hörbücher nicht in normaler Geschwindigkeit höre. Das wäre mir in der Tat zu langweilig) Die Kilometer zogen schnell vorüber und der Weg war sehr abwechslungsreich. Von breiten Waldwegen über Wiesen und Matsch, wenig Teer, war alles vertreten. Den letzten Kilometer rannte in der Dunkelheit. Wieder am Auto angekommen ging es schnell nach Hause zur wohlverdienten Dusche.

Nach dem langen Lauf stand ein easy Run am Sonntag an. Der Ulmer Blogger Montagsläufer begleitete mich und wir tratschten übers Laufen, das Leben und die Welt.

Im Anschluss sprang ich ins Wasser und schwamm zwei Kilometer mit Pullbuoy durch.

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sauber kann jeder 😉

Mit 8 Stunden Sport in der zurückliegenden Woche war es ein grandioser Start ins Training. Und was ich unter anderem aus den Podcast mitgenommen habe ist, zu verbalisieren, wofür man dankbar ist. Was mir heute besonders wichtig ist:

Ich bin dankbar für meine Gesundheit und meinen leistungsfähigen Körper.

Ich bin dankbar für meine zwei gesunden, wilden Kinder und auch für die Herausforderungen, die die Zwei mit sich bringen.

Ich bin dankbar für die vielen positiven Impulse, die ich momentan aufsauge und mich voranbringen.

 

Wofür bist Du dankbar?
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